Die Umwelt erwartet von uns, dass wir jeden Tag motiviert und mit neuen Zielen ausgestattet den Tag beginnen. Wie gelingt es uns eigentlich, unsere eigene Motivation zu halten bzw. immer wieder uns zu aktivieren?

Das eigene Motiv klar herausstellen

In dem Begriff Motivation steckt das Wort „Motiv“. Wenn Ihr innerer Motor bei Ihren Aktivitäten und Planungen anspringen soll, dann ich es wichtig, dass Sie sich immer wieder klar machen, warum Sie das, was Sie sich vorgenommen haben, eigentlich tun. Warum studieren Sie das Fachgebiet, warum machen Sie das Referendariat? Warum genau wollen Sie Ihren Job wechseln oder den nächsten Karriereschritt gehen?

Manchmal ist es schwierig sich daran zu erinnern, warum genau wir uns eigentlich ein Studium, einen Job oder eine Ausbildung ausgesucht haben. Nicht jeder Schein, jede Arbeitsaufgabe, jede Prüfung oder Aufgabe muss unendlich viel Spaß machen. Wichtig ist nur, dass wir erkennen, warum genau wir diesen Weg eigentlich gehen und was am Ende dabei herauskommen soll. Insofern macht es Sinn, dass Sie sich noch einmal klar vor Augen führen, warum Sie sich die nächste berufliche Aktion vornehmen wollen und die Schritte dorthin als Mittel zum Zweck betrachten, das große – eigentliche – Ziel zu erreichen.

Erwarten Sie nicht auf einmal die großen Veränderungen

Wenn wir in ein neues Jahr starten, wollen wir häufig zu vieles auf einmal verändern. Wir nehmen uns viel vor und erwarten erfolgreiche Ergebnisse. Dabei setzen wir uns enorm unter Druck und stellen oftmals nach wenigen Tagen oder Wochen fest, dass wir diesem Erfolgsdruck der Veränderung nicht standhalten. Anstatt unsere Wünsche zu verkleinern, neigen wir dazu, alle unsere guten Vorsätze aufzugeben und auf das nächste Jahr zu warten. Frei nach dem Motto, der nächste 1. Januar kommt bestimmt.

Da es für den Erfolg wichtig ist, Ihre Motivation dauerhaft aufrecht zu erhalten, sollten Sie genau überlegen, welche zunächst kleinen Dinge Sie im Studium, Referendariat oder Job angehen könnten. Das hat den Vorteil, dass Sie schnell einen Erfolg verbuchen können und sich so von kleinem Erfolg zum nächsten kleinen Erfolg motivieren können. Dieses addiert führt irgendwann zu einer großen Veränderung. Für jeden kleinen Erfolg, jede kleine Veränderung sollten Sie sich adäquat belohnen.

Das bereits Erreichte feiern

Alle Menschen halten sich sehr gerne in der eigenen Komfortzone auf. Hier ist es gewohnt gemütlich und sicher. Es passiert zwar nichts Neues, aber es lebt und arbeitet sich in der eigenen Komfortzone sehr bequem und angenehm.

Erinnern Sie sich doch einmal an Dinge, die Sie in Ihrem Leben beruflich oder privat erreicht haben und die Ihnen heute noch im Gedächtnis sind. Erinnern Sie sich an das gute Gefühl, das Sie dabei hatten und wie stolz Sie auf sich selbst waren. Haben Sie diese Erfolge in Ihrer Komfortzone gestaltet oder sind Sie bei diesen Themen aus Ihrer eigenen Komfortzone herausgetreten, haben die Motivation aufgebracht, etwas zu verändern und waren und sind heute immer noch stolz auf das Ergebnis? Machen Sie sich also klar, dass eigene Veränderungen, auf die wir sehr stolz sind und an die wir uns immer wieder erinnern, in den meisten Fällen außerhalb unserer eigenen Komfortzone stattfanden. Grund genug, also wieder einmal den Wohlfühlbereich mit einem kleinen Schritt zu verlassen.

Niederlagen positiv bewerten

Manchmal fehlt uns die Motivation, eine Veränderung anzugehen, weil wir uns davor fürchten, zu versagen und das Ziel nicht zu erreichen. Uns natürlich kann es immer auch ein Fazit sein, dass wir das, was wir verändern wollten, auch nicht erfolgreich erreichen. Wenn Sie ab heute aber Ihre Haltung zum möglichen Scheitern verändern, wird dieses für Sie kein Hindernis mehr sein. Jede große Idee, jeder große Unternehmer oder Erfinder ist nur durch das Ausprobieren und Scheitern erfolgreich und groß geworden. Scheitern und eine Niederlage hinnehmen ist daher auf dem Weg zur Veränderung ein ganz wesentlicher Erfolgsfaktor.

Sie sind Ihr eigener Lebensgestalter und haben nur ein Leben

Manchmal kann es sehr hilfreich sein, die eigentliche Endlichkeit des Lebens sich vor Augen zu führen. Wir neigen dazu, immer wieder unsere Themen auszuschieben, weil wir denken, wir können es auch später erledigen. Wenn Sie Ihr Leben, Ihr Studium, Ihren Job aber selbst gestalten möchten, sollten Sie heute anfangen, das zu tun. Denn leider ist das Leben nicht unendlich und Sie alleine bestimmen, was Sie aus dieser Zeit für sich machen.

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