Sie spielen mit dem Gedanken zu kündigen, sind sich aber nicht sicher, ob es der richtige Schritt ist? Wenn Sie mehrere der folgenden 12 Fragen eindeutig mit „Ja“ beantworten, kann es Zeit sein, sich neu zu orientieren.

Macht Sie der Job krank?

Unzufriedenheit im Job kann psychosomatische Reaktionen hervorrufen. Dauern sie über mehrere Wochen an und lassen sich durch Entspannungstechniken, Urlaub, Coaching oder Therapiegespräche nicht beseitigen, sollten Sie über einen Wechsel nachdenken.

Haben Sie ein persönliches Problem mit Ihrem Chef?

Manchmal geht es einfach nicht. Man hat eine Aversion gegen seinen Vorgesetzten und kann mit ihm oder ihr einfach nicht kommunizieren.

Ich empfiehle in solchen Fällen einen Stufenplan:

1. Für sich selbst klären, ob man vielleicht einfach vergangene Erfahrungen auf den neuen Chef projiziert, oder ob es tatsächlich ein aktuelles Problem ist.

2. Missverständnisse ansprechen und eine Lösung vorschlagen.

3. Sein eigenes Verhalten verändern und hoffe, dass sich der Kontakt zum Chef dann entspannt.

Schädigt ein Kollege Ihre Arbeit oder Ihren Ruf?

Wenn die Kommunikation mit Kollegen einen wesentlichen Teil der Arbeitszeit einnimmt, können auch sie zum ernsten Problem werden. Manipuliert ein Kollege Sie oder andere, oder behindert er absichtlich Ihre Arbeit? Dann kann auch das ein Grund sein, zu gehen.

Wird Ihre berufliche Weiterentwicklung behindert?

Manche haben vielleicht einen älteren Chef, der seine persönliche Entwicklung als abgeschlossen ansieht und darum Veränderungsversuche der Mitarbeiter blockiert. Fortbildungen werden nicht finanziert, fachliche Weiterentwicklung ist quasi unmöglich. Auch in diesem Fall kann es Zeit sein, über einen Wechsel nachzudenken, wenn sich nichts ändern lässt.

Das Gleiche gilt, wenn ein Leistungsträger bewusst kleingehalten wird, weil die Chemie mit dem Chef nicht stimmt. Dann wird nicht zum Besten des Unternehmens oder der Angestellten gehandelt. Keine Situation, die man lange aushalten sollte.

Möchten Sie eigentlich etwas anderes machen?

Sie hatten sich den Job ganz anders vorgestellt? Sie wollten eigentlich Eventmanager werden, sind aber irgendwie im Marketing gelandet? In diesem Fall sollten Sie definitiv kündigen undIhren Traumjob suchen.

Ist Ihr Job völlig sinnentleert?

Hat man zu lange die gleiche Stelle, kann sie mit der Zeit einfach keinen Spaß mehr machen. Auch, wenn sich die persönlichen Werte verändert haben, kann der Traumjob von gestern heute schlicht und einfach keinen Sinn mehr ergeben. Man kann in so einem Fall versuchen, den Job umzudefinieren und die Prioritäten zu ändern, sodass alles wieder passt. Gelingt das nicht, kann man sich natürlich im Privaten ausleben und den Job einfach weitermachen. Oder man kündigt und sucht sich eine erfüllendere Aufgabe.

Hat die Unternehmenskultur sich extrem gewandelt?

Eine neue Geschäftsführung kann die Unternehmenskultur komplett umwälzen. War man vorher zufrieden und erkennt plötzlich die eigene Firma nicht mehr wieder, kann das ein Grund sein, sich eine neue Kultur zu suchen.

Möchten Sie kürzer treten?

Agenturen oder Großkanzleien erwarten oft eine Anwesenheit von 12 Stunden oder mehr. Selbst wenn man seinen Job in 8 Stunden erledigt hat, wird es nicht erlaubt, nach Hause zu gehen. Möchte man seine Familie oder Freunde öfter sehen und nicht ständig im Büro sitzen, ist so ein Job natürlich nicht der richtige.

Werden Sie schlecht bezahlt?

„Der schnöde Mammon“, sagen manche genervt. Aber Geld ist natürlich ein wichtiger Aspekt des Lebens. In jedem Job sollte es eine finanzielle Entwicklung geben.. Bleibt diese aus, bietet vielleicht ein anderer Arbeitgeber mehr.

Haben Sie das Pendeln satt?

Manchen Leuten macht es nichts aus, aber möchte man seine Lebenszeit nicht als Pendler im Auto oder Zug verbringen, sollte man sich einen Job am Wohnort suchen.

Müssen Sie Rollen einnehmen, die Sie nicht spielen möchten?

Manchen Mitarbeitern wird vom Chef oder den Kollegen offen oder auch unbewusst eine bestimmte Rolle zugewiesen, die sie im Büro zu spielen haben: Anderen immer nur zuzuarbeiten, permanent der Konfliktlöser oder Seelenmülleimer zu sein. Vielleicht möchte derjenige das aber gar nicht, oder ist aus der Rolle mit der Zeit herausgewachsen. Darf er sie an dem einen Arbeitsplatz nicht ablegen, findet er vielleicht woanders einen besseren.

Möchten Sie  endlich Ihre Stärken ausleben?

Wenn Sie Ihre Stärken beruflich nicht ausleben können, deprimiert Sie das auf Dauer. Versuchen Sie, den Job umzudefinieren, sodass Sie mehr von dem tun können, was Ihnen liegt. Funktioniert das nicht, suchen Sie sich eine passendere Stelle.

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