Zu wenig Zeit?

Ständige Unterbrechungen bei der Arbeit oder zu lange in der Kaffeeküche vertrödelt? Anwälte geraten gerne einmal in Zeitnot. Ich möchte Ihnen erläutern, warum es für ein gelungenes Zeitmanagement zuerst einmal ein Ziel braucht.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor für gelingendes Zeitmanagement ist es, sich ein (berufliches) Ziel zu setzen. Nur dann können Sie Ihre Zeit konsequent ausrichten. Machen Sie sich also zuerst klar, welches Ziel sie mit Ihrer aktuellen Arbeit überhaupt erreichen wollen. Möchten Sie zunächst einmal die Probezeit überstehen, sich fachlich in ein Thema einarbeiten, viele abrechenbare Stunden produzieren oder sich für den  Partnertrack empfehlen?

Überlegen Sie dann sich Maßnahmen, mit denen Sie dieses Hauptziel erreichen. Ein Negativbeispiel: Jemand möchte unbedingt Partner werden und arbeitet verbissen vor sich hin, vergisst aber, dass Networking auch sehr wichtig ist fürdie Beförderung und plant dafür keine Zeit ein.

Entleeren Sie Ihren Kopf

Oft schwirren uns viele Dinge im Kopf herum. Wichtig ist es, unseren Kopf mindestens einmal am Tag zu entleeren und für alle Themen eine entsprechende Schublade zu finden, in die wir sie parken können. Finden Sie eine Form, wie Sie diese Dinge strukturieren. Nehmen Sie dazu ein weißes Blatt Papier, und schreiben dort zunächst alle Themen auf, die Sie zu berücksichtigen oder zu bearbeiten haben. Täglich wiederholende Aufgaben, monatlich anfallende Themen, neue Ideenund so weiter. Definieren Sie für alles eine Schublade und nehmen Sie sich vor, Ihre Gedanken im Kopf mindestens einmal am Tag zu entleeren und in diese Schubladen einzuordnen. Für spontane Ideen ohne Frist eignet sich zum Beispiel. ein Blatt mit der Überschrift „Für irgendwann mal“.Diesen Zettel können Sie regelmäßig – etwa einmal im Monat – hervorholen und sich Ihre Projekte angehen und eventuell neu priorisieren.

Finden Sie die Zeitfresser

Ein großes Problem ist Zeit, die falsch investiert wird. Fragen Sie sich: Wo verliere ich Zeit? Was raubt mir meine Zeit? Verquatschen Sie sich vielleicht oft mit Kollegen in der Kaffeeküche? Oder lassen Sie Störungen zu und können so nur schwer konzentriert arbeiten? Erstellen Sie eine Woche lang ein Timesheet für jeden Arbeitstag: Notieren Sie, was Sie wann erledigen und wie lange Sie dafür brauchen. So finden Sie Ihre Zeitfresser.

In einem nächsten Schritt überlegen Sie sich, wie Sie effizienter werden können. Setzen Sie sich beispielsweise feste Zeiten, in denen Sie ungestört arbeiten und Zeiten, in denen Sie mit Ihren Kollegen plaudern.

Erstellen Sie Zeitpläne

Notieren Sie in einem Wochen- und Monatsplan feste Termine. Das können etwa Besprechungen sein, aber auch Zeitfenster für ein Projekt wie eine Dissertation. Diese Termine sind nicht verhandelbar.

Nun verteilen Sie Ihre variable Zeit. Überlegen Sie sich zunächst, wie viele feste Termine Sie an einem Tag einplanen können. Wer seinen Kalender von 9 bis 17 Uhr streng durchplant, wird in Zeitnot kommen, sobald etwas Unvorhergesehenes passiert. Planen Sie deswegen 20 bis 40 Prozent Ihrer Arbeitszeit pro Tag als Puffer ein.

Passen Sie die Wochen- und Monatspläne an den Jahresablauf in Ihrer Kanzlei oder im Unternehmen an – denken Sie beispielsweise an das Jahresendgeschäft oderan wichtige, wiederkehrende Termine wie Fachmessen.

Arbeiten Sie nicht gegen Ihren Biorhythmus. Die meisten Menschen sind am Vormittag und am späten Nachmittag, manche auch spätabends besonders leistungsfähig. In diesen Zeiten sollten Sie ein bis zwei wichtige Aufgaben erledigen. Weniger wichtige Projekte können Sie in den anderen Zeiten erledigen. Planen Sie – schon allein aus Gründen der Work-Life-Balance – täglich eine feste Mittagspause ein.

Überprüfen Sie Ihre Zeitpläne regelmäßig auf Machbarkeit und Sinnhaftigkeit.

Typische Fallen

Perfektionismus schafft Zeitnot. Denken Sie an das Pareto-Prinzip: Mit 20 Prozent des Aufwands erreichen Sie 80 Prozent der Leistung. Überlegen Sie also genau, ob Sie wirklich immer 100 Prozent bringen müssen. Manchmal zahltsich der Aufwand nicht aus.

Der Sägeblatt-Effekt: Wenn Sie bei der Arbeit unterbrochen werden, dauert es eine Weile, bis die Konzentration wieder ihren Höhepunkt erreicht. Bei vielen Unterbrechungen sieht die Leistungskurve wie ein Sägeblatt aus, Sie brauchen entsprechend länger, um die Aufgabe zu erledigen. Versuchen Sie Zeiten zu finden, in denen Sie ungestört sind.

Falsche Zeiteinschätzung: Wer seine Zeit zu optimistisch verplant, ist oft frustriert, wenn er in Zeitnot gerät. Um in Zukunft realistischerzu planen, finden Sie zunächst heraus, wie viel Zeit Sie für bestimmte Projekte tatsächlich benötigen. Erstellen Sie dazu beispielsweise eine Woche lang ein Timesheet für jede Ihrer Aufgaben. So können Sie gut vergleichen, wie viel Zeit Sie für ein Projekt eingeplant hatten und wie lange es tatsächlich gedauert hat. Planen Sie Puffer ein.

Nicht Delegieren: Überlegen Sie genau, welche Aufgaben Sie wirklich selbst erledigen müssen und was Sie an wissenschaftliche Mitarbeiter, Referendare oder Fachabteilungendelegieren können.

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Umgang mit schwierigen Chefs

Zur Führungskraft wird man meistens aufgrund von fachlicher Leistung oder geschickter Selbstpräsentation. Doch nicht jeder erstklassige Fachmann oder geschickte Self-Manager ist auch gut darin, Mitarbeiter zu führen. Darum kommt es bei manchen Chefs immer wieder zu Problemen mit den Angestellten.

Wir haben die Managementberaterin Carmen Schön gebeten, uns zu erklären, wie man sich als Angestellter in diesem ungleichen Kampf am geschicktesten verhält. Denn ein Streit mit dem Chef kann mit etwas Pech auf dem Arbeitsamt enden. Die Probleme sind so vielfältig wie die Menschen dahinter, aber es gibt doch Muster, die immer wiederkehren. Je nachdem, um was für einen Typ Chef es sich handelt,  gibt es bessere und schlechtere Strategien, mit ihr oder ihm umzugehen. Klickt euch durch die Slideshow, um die Empfehlungen der Karriere-Beraterin zu lesen.

Der cholerische Chef

„Ein cholerischer Chef hat seine Emotionen nicht im Griff und gibt sie ungefiltert an seine Mitarbeiter weiter. Diese sind ein Stück weit der Stimmung der Führungskraft ausgeliefert“, sagt Carmen Schön.

Die Managerberaterin rät im Umgang mit solchen Führungskräften zur Dissoziation: „Ganz wichtig ist, dass der Mitarbeiter sich abgrenzt und versucht, sich die Reaktion des Chefs nicht zu Herzen zu nehmen.“ Auf keinen Fall sollte man Öl ins Feuer gießen, indem man während des Wutanfalls des Chefs in das Geschrei einsteigt. Aussitzen heißt die Devise.

„Man sollte es aber nur so weit über sich ergehen lassen, wie es einem damit noch gut geht. Man muss sich nicht alles gefallen lassen. Aber ich würde grundsätzlich versuchen, mich nicht mit dem Chef zu streiten, sondern mich dissoziieren, den Chef ausschreien zu lassen und dann versuchen, auf einer soliden Basis wieder miteinander umzugehen.“ Merkt man aber, dass man durch die Beschimpfungen des Chefs immer kleiner wird und sich schlecht fühlt, rät Schön, eine Pause einzulegen. Man könnte zum Beispiel sagen: „Ich glaube, das bringt uns jetzt nicht weiter. Lassen Sie uns in einer Stunde noch mal darüber sprechen.“

Der intrigante Chef

Manche Chefs spinnen Intrigen auf Kosten ihrer Mitarbeiter, verkaufen zum Beispiel beim Geschäftsführer die Arbeit der anderen als ihre eigene oder spielen Kollegen gegeneinander aus.

Carmen Schön empfiehlt Angestellten eines solchen Chefs, so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten, also nichts von sich preiszugeben, über das nicht unbedingt gesprochen werden muss. Dringend sollte man jede Information überprüfen, die man von dem Intriganten erhält. „Es kann ja sein, dass der Chef ganz bewusst eine Falle stellt“, sagt die Beraterin. Man sollte sich darum Gedanken darüber machen, wie man sich absichern kann, zum Beispiel durch E-Mails, die Gespräche zusammenfassen, oder Rückfragen bei Kollegen. Auch, wenn man seine Kollegen als Rückversicherung nutzt, sollte man aber aufpassen, was man sagt, so Schön: „Ganz generell sollte man sich nicht zum Spielball machen lassen und auch gegenüber Dritten keinen Kommentar abgeben. Wenn ich mit anderen spreche, beginnen sich Lager zu bilden. Der Chef wird wahrscheinlich darauf einsteigen und man schaukelt die ganze Geschichte unnötig hoch.“

Mittelfristig sollte man den Bereich wechseln, um sich einer solchen Person nicht auszusetzen.

„Menschen, die wirklich böse sind, und Spaß daran haben, andere in die Pfanne zu hauen, sollte man besser meiden“, sagt die Expertin. „Es sei denn, man hat Lust, in das Spiel einzusteigen. Dann sollte man sich aber darüber im Klaren sein, dass man leicht den Kürzeren ziehen kann.“

Der schwache Chef

Manche Führungskräfte spielen gern den Spaßvogel vor der Belegschaft. Solange dabei niemand zum Opfer wird, wird sich darüber kaum jemand beschweren. Anders sieht es aber aus, wenn der Chef einen bestimmten Mitarbeiter auf dem Kieker hat und ihn gerne vor seinen Kollegen lächerlich macht.

Solches Gebaren ist nach Aussage der Managerberaterin ein eindeutiges Zeichen dafür, dass man es mit einem schwachen Chef zu tun hat: „Man sollte sich klarmachen, dass hinter diesem Verhalten ein sehr kleiner Mensch steht. Er muss sich selbst erhöhen, indem er andere klein macht.“ Allein diese Erkenntnis mag vielen schon helfen, die sich immer wieder von ihrem Chef vorgeführt und bloßgestellt fühlen. Der Übeltäter hat möglicherweise viel mehr Angst als man selbst.

In solchen Situationen kann man zwischen zwei Vorgehensweisen wählen, die Erfolg versprechen:

Die „Helmut-Kohl-Methode“ ist für Stoiker geeignet — die Beleidigungen werden einfach ignoriert, man lässt sie durch die Ohren rauschen und macht gar nichts.

Man nutzt so die Erkenntnis, dass nur als Opfer ausgewählt wird, wer sich wie ein Opfer verhält. Darum werden meistens Einzelgänger von den schwachen Vorgesetzten bloßgestellt.

Reagiert man nicht wie erwartet, macht es schon nach kurzer Zeit keinen Spaß mehr und der Aggressor wird sich ein neues Opfer suchen. Natürlich fühlt man sich nicht unbedingt besser, wenn man Bloßstellungen einfach ignoriert. Dann kann man es auch mit einer anderen Methode versuchen. Mit Schlagfertigkeit lässt sich der Spieß umdrehen. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. „Nicht jeder ist schlagfertig. Es kommt einfach darauf an, ob mir in dieser Situation etwas Gutes einfällt“, sagt Carmen Schön. „Es muss aber etwas sein, wodurch der Chef nicht sein Gesicht verliert. Denn in dem Fall wird er sofort zurückschießen.“

Trotzdem muss aber deutlich werden, dass man auch Stärke hat und er aufpassen sollte. Bei der Wahl der Reaktion ist also Fingerspitzengefühl gefragt.

Oder aber, man überlässt die Reaktion einem anderen. „Gut ist es, wenn der Vorgesetzte merkt, dass ich Verbündete habe, die mir im Zweifelsfall beistehen. Meistens werden ja Leute ausgewählt, die eher Einzelgänger sind und von der Gruppe ausgelacht werden.“

Geht das Verhalten des Vorgesetzten Richtung Mobbing, sollte man versuchen, feinsäuberlich alles zu dokumentieren. Notfalls kann man den Chef des eigenen Vorgesetzten einschalten, aber auch hier ist Vorsicht geboten. Man sollte vorher sicherstellen, dass die beiden nicht politisch miteinander verbandelt sind und man sich deshalb mit seiner Beschwerde nur noch mehr Feinde macht.

Der unerfahrene Chef

„Ganz wichtig ist, dass man einen unerfahrenen Chef sozusagen ‚von unten führt‘, ohne dass er das Gefühl bekommt, nicht als Chef respektiert zu werden“, sagt Carmen Schön.

Die Haltung, ihn auch in seiner Unerfahrenheit zu akzeptieren, ist unerlässlich. Er darf niemals das Gefühl bekommen, dass man sich über ihn lustig macht. Stattdessen sollte man ihn stärken, auch zum Beispiel, indem man ihm Lösungsvorschläge macht und ihm einige Sorgen abnimmt. So entsteht eine Win-win-Situation.

„Manchmal ist man sauer und denkt, den Job hätte man selbst besser übernehmen können. Aber ich würde sagen, derjenige ist aus gutem Grund Chef, denn entweder hat er politisch besser gearbeitet oder er hat besseres Fachwissen“, sagt die Expertin. Das sollte man akzeptieren und für sich das Beste daraus machen.

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Neue Mandate gewinnen

Fachlich gute Arbeit allein bringt leider nicht automatisch neue Mandate. Auch wenn die Qualität Ihrer Arbeit sicherlich die Basis für die Zufriedenheit des Mandanten bildet. Wichtig ist es, als Anwalt oder Steuerberater auf dem Markt und in der speziellen Zielgruppe bekannt zu sein. Aber wie genau kommen Sie an neue Mandate?

Erweitern Sie Ihr vorhandenes Geschäft

Viele Anwälte und Steuerberater denken gar nicht über das Potential nach, das bereits vorhanden ist. Kaltakquise ist nicht unbedingt notwendig. Warum so weit schauen – wie wäre es, wenn Sie Ihr heutiges Geschäft mit Ihren Mandanten einfach ausbauen? Führen Sie nach jedem Projekt mit Ihrem Mandanten ein Abschlussgespräch und fragen danach, was als nächstes bei ihm anliegt? Wenn nicht, dann sollten Sie das als Standardgespräch einführen. Auch wenn aktuell keine Projekte anstehen, ist es wichtig, dass Sie mit Ihren Mandanten regelmäßig in Kontakt bleiben.

Bauen Sie sich einen Expertenstatus auf

Der Markt ist hart umkämpft und der Mandant sucht für jede Rechtsfrage einen Experten. Erarbeiten Sie sich daher einen klaren Expertenstatus, in dem Sie sich auf maximal drei Hauptthemen konzentrieren. Versuchen Sie, in den entsprechenden Verbänden, auf Kongressen und in Netzwerken Präsenz zu zeigen. Auch die Veröffentlichung von Fachartikeln zu Ihren Schwerpunktthemen gehört dazu. Je mehr Sie anbieten, desto größer ist die Gefahr, dass Ihr Profil verwässert. Das sollte nicht geschehen.

Betreiben Sie aktives Networking und Cross Selling

„Eine Hand wäscht die andere“ – es ist oftmals viel einfacher, neues Geschäft aufzubauen, wenn Sie mit anderen Kollegen kooperieren. Suchen Sie sich in Ihrer Kanzlei oder auf dem Markt zwei bis drei Netzwerkpartner, mit denen Sie gemeinsam Geschäft aufbauen können. Achten Sie dabei darauf, dass Sie sich inhaltlich ergänzen und auch persönlich zueinander passen. Gehen Sie durchaus einige Male in Vorleistung und vermitteln Sie den anderen Kontakte zu interessanten Mandanten bzw. Kunden. Die Erfahrung zeigt, dass irgendwann auch etwas zurück kommt.

Seien Sie ein angenehmer Gesprächspartner und hören Sie gut zu

Grundlage einer guten Geschäftsbeziehung ist immer, dass der Mandant den Anwalt oder Steuerberater als sympathisch und angenehm empfindet und es auf der menschlichen Ebene zusammen passt. Nicht jedem Anwalt oder Steuerberater gelingt dies und viele denken, dass alleine die fachliche Expertise den Mandanten überzeugen müsste, mit ihm zusammen zu arbeiten. Helfen Sie der Sympathie etwas nach, in dem Sie den Mandanten absolut in den Mittelpunkt eines Gesprächs stellen. Das bedeutet nicht, dass Sie nichts mehr erzählen dürfen. Sie sollten die wertvolle Zeit aber dazu nutzen, über Fragen den Bedarf Ihres Gegenübers herauszufinden.

Stellen Sie im Gespräch viele so genannte offene „W-Fragen“: Was genau beschäftigt den Mandanten aktuell, wo sucht er Unterstützung, was dürfen Sie ihm anbieten etc. Hören Sie genau zu und ermitteln Sie so den aktuellen Bedarf. Präsentieren Sie dann ausschließlich die Dienstleistung, die den Bedarf des Mandanten gerade deckt.

Bleiben Sie dran und denken Sie an einen Marathon

Die Akquise von Mandanten wird ab heute für Sie eine tägliche Aufgabe sein und bleiben. Auch dann, wenn Sie geschäftlich richtig erfolgreich sind, sollten Sie weiter akquirieren. Der Markt, Wettbewerb und auch Mandantenbedarf wird sich immer wieder einmal verändern und so ist es wichtig, dass Sie dran bleiben. Das können Sie nur dann, wenn Sie sich regelmäßig immer wieder der Akquiseaufgabe stellen. 

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Welche Karriere passt?

Equity Partner werden oder doch lieber von der Kanzlei in ein Unternehmen wechseln? Berufliche Ziele sollten sorgfältig ausgewählt und dann systematisch umgesetzt werden. Hierzu gebe ich Ihnen einige Tipps.

Das Lebenshaus eines jeden Menschen besteht aus vier Säulen

Dem Beruf, den sozialen Kontakten, der Gesundheit und dem Lebenssinn. Diese Säulen haben in jedem Lebensalter eine unterschiedlich hohe Bedeutung. Beispielsweise ist der Lebenssinn für einen 30jährigen meist weniger wichtig als für einen 40jährigen, der schon viele Jahre im Arbeitsleben steht. Für den Jüngeren dagegensteht vermutlich die berufliche Weiterentwicklung im Vordergrund.

Wer sich berufliche Ziele setzen will, sollte sich daher zunächst die Frage stellen: Passt mein Ziel überhaupt zu meiner Lebensplanung, also zu den anderen Säulen meines Lebenshauses? Im Coaching nennt man es Ökologiecheck: Es soll überprüft werden, ob die Veränderungen, die in einem Bereich des Lebenshauses durch das neue Ziel ausgelöst werden, in Konflikt geraten mit den anderen drei Säulen. Insgesamt sollte das (neue) berufliche Ziel mit den anderen Lebenssäulen im Einklang stehen.

Visionen entwickeln

„Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“, hat Helmut Schmidt vor vielen Jahren einmal gesagt. Heute würde man eher sagen: Wer keine Visionen hat, sollte zum Arzt gehen. Karriereberater verstehen unter Visionen langfristige Ziele, die in einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren erreicht werden sollen. Aus der eher unkonkreten Vision wird dann das konkrete Ziel abgeleitet, das man innerhalb eines Jahres erreichen will.

Um eine Vision für ihr Berufsleben zu entwickeln, fragen Sie sich beispielsweise: Was will ich in drei oder fünf Jahren beruflich erreicht haben? Wie arbeite ich dann? Wie hoch wird mein Gehalt sein? Welche Position bekleide ich? Wem es schwer fällt, eine Vision zu entwickeln kann sich ein sogenanntes Role Model oder Vorbild im beruflichen Umfeld, beispielsweise in der Kanzlei, suchen.

Ziele nach der SMART-Formel definieren

Wenn Menschen beim Versuch scheitern, ihre Ziele zu erreichen, liegt es oft daran, dass diese nicht richtig definiert wurden. Ziele, die unkonkret bleiben, geraten im hektischen Alltag schnell aus dem Fokus. Ziele müssen spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein – SMART.

Wenn Sie als Ihr Ziel definiert haben, Equity-Partner zu werden, dann sollten Sie zum Beispiel prüfen, ob das auch tatsächlich realistisch ist. Arbeiten Sie möglicherweise in einem Fachbereich, in dem absehbar ist, dass in den nächsten Jahren gar keine Partner neu ernannt werden?

Prüfen Sie auch intensiv die Attraktivität Ihres Ziel und fragen Sie sich beispielsweise: Ist der Partnerstatus wirklich erstrebenswert für mich? Das viele Geld lockt vielleicht, aber wie sieht es mit dem hohen Arbeitseinsatz aus, der nötig werden wird? Jedes (berufliche) Ziel soll attraktiv sein, damit man genügend Energie entwickeln kann, um es anzugehen.

Eine Timeline erstellen

Brechen Sie Ihr Jahresziel nun auf kleine Häppchen herunter und überlegen Sie, welche konkreten Schritte Sie an ihr Ziel bringen werden. Notieren Sie sich diese Etappen in einem Kalender. Wenn Sie beispielsweise von der Kanzlei in ein Unternehmen wechseln wollen, dann fragen Sie sich, wie Sie den Absprung am besten schaffen. Welche Veranstaltungen könnten Sie vielleicht besuchen, um Kontakte zu möglichen neuen Arbeitgebern zu knüpfen?

Ein letzter Tipp: Manchmal drückt man sich davor, diese konkreten Schritte in Angriff zu nehmen. Das kann daran liegen, dass das Ziel nicht attraktiv genug ist. Wer ein Ziel erreichen will, muss seine Komfortzone verlassen und viel Energie investieren. Diese Energie bringt man nur auf, wenn das Ziel verlockend genug ist.

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Schlechte Teamstimmung?

Wohl jeder Anwalt hat das schon erlebt: Die Stimmung im Team verdüstert sich, die Zusammenarbeit mit den Kollegen macht keinen Spaß. Warum das kein Grund zur Panik ist und was man dagegen tun kann, möchte ich Ihnen in diesem Artikel erläutern.

Die gute Nachricht vorneweg: Es ist ganz normal, dass in einem Team Konflikte entstehen und sich damit auch die Stimmung verschlechtert. Denn jede Gruppe – somit damit auch jedes Anwaltsteam in einer Kanzlei – durchläuft immer wieder verschiedene Phasen, die in der sogenannten Team-Uhr idealtypisch abgebildet werden können: Forming – Storming – Norming – Performing.

In der mit „Forming“ bezeichneten ersten Phase findet sich das Team zusammen. Später ruckelt es sich gewissermaßen zurecht, Streitigkeiten und Unstimmigkeiten kommen auf (Storming). Daraufhin werden die Konflikte gelöst, beispielsweise indem sich das Team Regeln für die Zusammenarbeit gibt. Nun wird es tatsächlich zu einer Gruppe (Norming). Auf diese Phase folgt das „Performing“: Da die Probleme innerhalb des Teams geklärt sind, kann sich die Gruppe nun auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren – und Mandate bearbeiten.

Keine Angst vor Konflikten

Diese vier Phasen wiederholen sich innerhalb einer Gruppe regelmäßig, eine Führungskraft sollte sie deshalb kennen und entsprechendbegleiten. Aus Mitarbeitersicht bedeutet das aber auch: Haben Sie keine Angst vor Konflikten, sondern betrachten Sie sie als etwas ganz Normales.

Als Associate, der plötzlich bemerkt, dass seine Kollegen sich nur noch angiften oder gar nicht mehr miteinander reden, wollen Sie vielleicht helfen. Stellen Sie sich dazu zunächst folgende Fragen:

Zwischen wem genau besteht die Störung? Wie heikel ist der Inhalt des Konflikts und wie lange dauert er schon an? Kenne ich die Betroffenen so gut, dass ich das Thema direkt ansprechen kann?

Wie ist der Umgang mit Kritik und Konflikten im Team und in der Kanzlei insgesamt?

Gibt es eine Feedback-Kultur?

Wenn Sie ein gutes Vertrauensverhältnis zu den Betroffenen haben und diese sich auch gegenüber Kritik aufgeschlossen zeigen, dürfte es nicht weiter problelatisch sein, mit den Streithälsen direkt über die schlechte Stimmung zu sprechen, die sie verbreiten.

Partner sollte den Konflikt lösen – tut es aber oft nicht

Wenn Sie die Betroffenen jedoch nicht ansprechen möchten oder Sie es zwar getan haben, sich aber nichts verändert hat, dann können Sie dem Partner ein Feedback geben. Denn generell ist es Aufgabe einer Führungskraft, Konflikte im Team zu lösen.

Dabei sollten Sie ihre Kollegen natürlich nicht „verpetzen“. Teilen Sie dem Partner aber mit, dass aus Ihrer Sicht etwas nicht rund läuft, und bitten Sie ihn, das im Sinne des Teams zu regeln. Weisen Sie eventuell darauf hin, dass alle unter der schlechten Stimmung leiden und zwangsläufig die Arbeitsergebnisse schlechter werden. Sie können Ihren Vorgesetzten auch darum bitten, sich selbst ein Bild von dem Konflikt zu machen und Ihren Namen rauszuhalten.

Im Idealfall kümmert sich Ihr Partner darum und löst das Problem. Das ist aber ehrlich gesagt leider nicht immer der Fall. Führungskräfte haben häufig keine Zeit, scheuen Konflikte oder halten es nicht für sinnvoll oder wertig, sich um die Stimmung im Team zu kümmern. Vielleicht fehlt auch die Kenntnis und Übung, wie ein Konflikt zu klären ist. In solch einem Fall haben Sie alsMitarbeiter im Grunde keine Handhabe mehr.

Die Störung hat Vorrang

Im schlimmsten Fall, wenn sich gar nichts zum Positiven verändern will, können Sie sich an die Personalabteilung wenden und dort um Moderation bitten. Manche Kanzleien haben eigens Ansprechpartner definiert, die sich an den einzelnen Bürostandorten um die Anliegen der Associates kümmern und im Konfliktfall vermitteln. Bevor Sie über die Personalabteilung gehen, sollten Sie sich aber an die Hierarchie halten: Sprechen Sie zunächst mit Ihrem Partner darüber, dass Sie die HR-Verantwortlichen einschalten wollen. Holen Sie sich sein Einverständnis dafür ab.

Als Leitsatz gilt: „Die Störung hat Vorrang“. Denn ist die Stimmung im Team schlecht, kommunizieren die Mitglieder nicht mehr miteinander und zwangsläufig leidet die Qualität der Arbeit, die Arbeitsergebnisse werden schlechter. Hinzu kommt: Je länger ein Konflikt schwelt, desto schwerer ist es, ihn wieder aufzulösen. Deswegen sollten Konflikte und Streitigkeiten innerhalb eines Teams immer soschnell wie möglich geklärt werden.

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Fragen Sie sich: Warum will ich das überhaupt?

Interview von Dr. Anja Hall, Legal Tribune Online und Carmen Schön 

Typisch für den Jahresanfang: Wir fassen gute Vorsätze, setzen sie allerdings nie in die Tat um. Warum wir so oft an den neuen Zielen scheitern – und wie wir sie doch verwirklichen können, möchte ich Ihnen in diesem Interview erläutern.

LTO: Den Jahresanfang nutzen viele, um sich neue Ziele zu setzen, beruflich wie privat.
Trotzdem scheitern wir oft an den guten Vorsätzen, woran liegt das?

Schön: An der fehlenden Selbstmotivation. Viele kleben sich einfach nur einen Zettel
an den Spiegel, auf dem beispielweise steht „Ich bin super, ich schaffe das!“ Ein solcher
positiver Anker ist zwar nett, und man kann sich diese Sprüche auch wie ein Mantra
immer wiederholen. Aber dauerhaft wirken sie nicht als Motivationshilfe.

LTO:  Wie macht man es richtig?

Schön: Indem man sich über das eigene Motiv bewusst wird. Das Wort „Motiv“ ist ja übrigens auch in „Selbstmotivation“ enthalten. Wirkliche Veränderungen schaffen wir nur, wenn wir
intrinsisch, also aus uns selbst heraus, tätig werden. Meine Hypothese ist,dass das nur
gelingt, wenn man sich über sein Motiv, sein Ziel und seine Wünsche klar ist. Ich rate den
Lesern daher, dass sie sich fragen: Was ist das Motiv hinter meinem Tun? Warum will ich das überhaupt machen?

„Sich über die Motive klar werden“

LTO: Können Sie das an einem Beispiel verdeutlichen?

Schön: Im Studium setzt man sich zum Jahresanfang vielleicht das Ziel, möglichst schnell alle Scheine zu sammeln und gute Hausarbeiten zu schreiben. Das allein macht natürlich wenig Freude, und es ist nicht wirklich motivierend. Aber wer sich klar macht, warum er das tut – vielleicht weil er das Studium erfolgreich abschließen, die bestmögliche Note erreichen und seinen Traumjob ergattern will – der kann sich leichter zum Lernen motivieren. Wenn man die Hausarbeiten und Scheine als kleine Schritte auf dem Weg zum Ziel betrachtet, geht es leichter.

Gerade im Jura-Studium, das sich ja so lange hinzieht und sehr lernintensiv ist, geht die
Frage nach dem Sinn gerne verloren. Sich auf die ursprüngliche Intention zu besinnen, kann dann wieder sehr motivierend sein.

„Große Veränderungen überfordern uns“

LTO: Allerdings geht der Wunsch, Topanwalt zu werden, auch nicht immer in Erfüllung.

Schön: Wir wünschen uns meistens große Veränderungen – und überfordern uns damit. Wer sich im Januar 2016 sagt, er will innerhalb von zwei Jahren Partner werden, aber bislang gar nichts dafür unternommen hat, der wird sehr wahrscheinlich scheitern. Besser wäre es, sich kleinere, überschaubare Ziele zu setzen. Werden die erreicht, sollte man diese Erfolge auch feiern. Das motiviert für das nächste Ziel.

LTO: Was raten Sie denjenigen, denen es nicht gelingt, sich aufzuraffen?

Schön: Die meisten von uns bleiben gerne in unserer Komfortzone. Ich nenne es ‚das innere Wohnzimmer‘. Da ist es schön bequem, wir kennen alles um uns herum, es ist vertraut. Es passiert zwar nichts Tolles, und Neuerungen gibt es auch keine, aber wir gehen andererseits auch keine Risiken ein und drohen nicht zu scheitern.

Raus aus dem ‚inneren Wohnzimmer‘

Wer das ‚innere Wohnzimmer‘ verlassen will, sollte sich fragen: Was waren die großen, wirklich bedeutenden Dinge in meinem Leben? Und habe ich diese innerhalb oder außerhalb meiner Komfortzone erlebt? Wer ehrlich zu sich ist, wird merken, dass die bleibenden Erinnerungen fast immer außerhalb des ‚inneren Wohnzimmers‘ entstanden sind.

LTO: Einverstanden, wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Aber wie motivieren wir uns, wenn wir scheitern?

Schön: Viele haben Angst, Fehler zu machen oder ihr Ziel nicht zu erreichen. Diese Enttäuschungen wollen wir natürlich lieber vermeiden. Man kann Niederlagen aber auch als wesentlichen Erfolgsfaktor betrachten. Wie ein Forscher, der durch das Scheitern eines Experiments lernt, wie etwas nicht funktioniert – um dadurch herauszufinden, wie es denn richtig geht. Ich glaube, dass alle wirklich erfolgreichen Menschen gerade durch ihr Scheitern zum Erfolg gelangt sind. Man muss nach den Niederlagen natürlich wieder aufstehen, das ist der Unterschied.

„Mach‘ was aus Deinem Leben“

LTO: Scheitern als Chance verstehen – das sagt sich natürlich leicht…

Schön: In unserer Gesellschaft ist Versagen und Scheitern negativ besetzt. Davon sollten wir uns frei machen. Niederlagen sind die einzige Möglichkeit, etwas zu lernen.

LTO: Wäre es eine Alternative, sich gar keine Ziele vorzunehmen?

Schön: Nein, ich denke nicht. Wir müssen uns klar machen: Das Leben ist endlich. Wir sollten uns deshalb fragen, ob wir es selbst gestalten wollen oder ob wir es zulassen, dass unser Leben durch äußere Faktoren bestimmt wird. Viele von uns lassen ihr Leben einfach
geschehen, anstatt es selbst in die Hand zu nehmen. Ich will niemandem Angst machen, wenn ich daran erinnere, dass wir nicht ewig leben. Es soll eher ein Appell sein: Mach‘ was draus!

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Gesund bleiben, auch wenn es stressig wird

Lange Arbeitstage, ständiger Termin- und Umsatzdruck: Anwälte haben einen anstrengenden Job. Warum es wichtig ist, auf die Gesundheit zu achten und mit welchen kleinen Schritten das gelingen kann, beleuchtet dieser Artikel.

Die Gesundheit ist eine der vier Säulen unseres Lebenshauses – neben dem Beruf, unseren sozialen Kontakten und dem Lebenssinn. Ohne Gesundheit würde dieses Lebenshaus also einstürzen oder zumindest instabil werden. Deswegen sollten wir auch im Berufsleben den Faktor Gesundheiternst nehmen. Das wird in der Leistungskultur vieler Großkanzleien allerdings häufig nicht so gesehen – und daran ändern auch die Rudermaschine im Büro oder der Fitnessraum in den Kanzleiräumen nichts.

Anwälte gehören, wie beispielsweise auch Ärzte, zu den gefährdeten Berufsgruppen, denn sie haben in der Regel eine hohe Arbeitsbelastung und sind vielen Stressoren ausgesetzt. Um die Leistungsfähigkeit zu erhalten, wird deshalb häufig zu Tabletten oder Alkohol gegriffen. Nicht zuletzt mit dem Einzug der Generation Y in die Kanzleien kehrt dort aber auch ein höheres Gesundheitsbewusstsein ein. Denn diese Gruppe legt Wert darauf, engagiert zu arbeiten und sich dennoch dabei wohl zu fühlen.

Auf erste Anzeichen achten

Wer im stressigen Alltag seine Gesundheit erhalten will, sollte auf kleine Anzeichen achten. Ein erstes Alarmsignal kann ein Ess- oder Trinkverhalten sein, das sich langsam verändert. Hat man tagsüber viel Stress, tendiert man dazu, sich abends „etwas zu gönnen“. Wer aber nicht mehr entspannen kann, ohne jeden Abend eine Flasche Wein zu trinken, oder wer plötzlich ständig Schokolade und Torte essen „muss“, der sollte sich überlegen, ob noch alles in Ordnung ist oder ob es an der Zeit wäre, gegenzusteuern.

Leitfragen, die man sich dabei stellen kann, sind beispielsweise: Was heißt Gesundheit für mich? Was brauche ich, um mich gesund zu fühlen? Woran erkenne ich, dass ich gesund bin? Um den Gesundheitszustand zu visualisieren, kann man wie bei einem Fieberthermometer mit Skalen arbeiten: Grün bedeutet, dass alles in Ordnung ist; gelb ist die Warnstufe und rot das Alarmsignal.

Besprechungskekse meiden, Kaffeekonsum reduzieren

Ernährung, Pausen, Bewegung – das sind die drei klassischen Faktoren, mit denen jeder einzelne seine Gesundheit erhalten kann. Dabeihilft es, sich altbekannte Tipps immer wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Wenn Sie auf Ihre Ernährung achten wollen, dann lassen Sie beispielsweise in Besprechungen den unvermeidlichen Keksteller links liegen. Warum sollte man bei Meetings nicht auch Fruchtriegel oder Obst auftischen? Reduzieren Sie auch Ihren Kaffeekonsum: Mehr als zwei bis vier Tassen pro Tag sollten es nicht sein. Wenn Sie Kaffee trinken, dann zelebrieren Sie es: Genießen Sie ihn etwa nachdem Sie einen Schriftsatz abgeschlossen oder drei Stunden hoch konzentriert gearbeitet haben. Trinken Sie Kaffee nicht nebenbei oder um den Durst zu stillen – dafür eignen sich Wasser oder Tee besser.

Regelmäßige Pausen

Achten Sie darauf, Pausen als Brücken in Ihren Alltag zu integrieren. Arbeiten Sie nicht durch, sondern machen Sie eine Mittagspause. Gehen Sie an die frische Luft und essen Sie etwas Leichtes. Vielleicht gehen Sie auch einmal ohne Kollegen raus, setzen sich in die Sonne und trinken gemütlich einen Kaffee.

Es muss aber nicht immer eine lange Pause sein – auch wenige Minuten zwischendurch reichen für eine kurze Entspannung. Schaffen Sie sich dazu störungsfreie Zonen: Schließen Sie die Tür zu Ihrem Büro und besinnen Sie sich kurz auf sich selbst. Oder treten Sie ans Fenster und schauen Sie hinaus, um den Blick zu weiten.

Doch auch lange Pausen sind wichtig: Machen Sie Ihre Urlaubsansprüche geltend! Nutzen Sie die freie Zeit aber dann auch dazu, sich zu regenerieren. Unternehmen Sie nicht eine Kulturreise nach der anderen, sondern lassen Sie einfach mal nur die Seele baumeln.

Nicht still sitzen

Bewegung ist im Gesundheits-Selbstmanagement wichtig, weil sie beim Stress-Abbau hilft. Wer konzentriert arbeitet, sitzt allerdings häufig für lange Zeit fast reglos am Schreibtisch. Unterbrechen Sie diese Zeiten und bewegen Sie sich bewusst, etwa indem Sie zum Drucker oder zur Kaffeemaschine gehen. Vielleicht lassen Sie sich an die kurzen Bewegungspausen auch erinnern: Fitness-Uhren beispielsweise schlagen Alarm, wenn man sich eine Stunde lang nicht bewegt hat. Generell gilt: Steigen Sie Treppen, vermeiden Sie den Aufzug. Nutzen Sie in Ihrem Büro möglichst einen Stehtisch und einen ergonomischen Schreibtischstuhl.

Überlegen Sie sich außerdem, wie Sie ein regelmäßiges Sportprogramm in den Alltag integrieren können. Gibt es in Ihrer Kanzlei eine Laufgruppe oder eine Kooperation mit einem Fitness-Studio in der Nähe? Um den inneren Schweinehund zu überwinden, könnten Sie einer Sportgruppe beitreten oder selbst eine gründen. Denn wenn man sich mit Kollegen oder Freunden verabredet, ist man in der Pflicht. Tragen Sie sich Ihr Sportprogramm auch als festen Termin in den Kalender ein.

Es sind viele kleine Stellschrauben, an denen jeder drehen kann, der seine Gesundheit erhalten will. Das erfordert sicherlich ein hohes Maß an Selbstdisziplin – aber das sollte es uns im Eigeninteresse Wert sein.

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Zeitmanagement für Anwälte: Vier Wege aus der Zeitnot

Ständige Unterbrechungen bei der Arbeit oder zu lange in der Kaffeeküche vertrödelt? Anwälte geraten gerne einmal in Zeitnot. Ich möchte Ihnen erläutern, warum es für ein gelungenes Zeitmanagement zuerst einmal ein Ziel braucht.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor für gelingendes Zeitmanagement ist es, sich ein (berufliches) Ziel zu setzen. Nur dann können Sie Ihre Zeit konsequent ausrichten. Machen Sie sich also zuerst klar, welches Ziel sie mit Ihrer aktuellen Arbeit überhaupt erreichen wollen. Möchten Sie zunächst einmal die Probezeit überstehen, sich fachlich in ein Thema einarbeiten, viele abrechenbare Stunden produzieren oder sich für den  Partnertrack empfehlen?

Überlegen Sie dann sich Maßnahmen, mit denen Sie dieses Hauptziel erreichen. Ein Negativbeispiel: Jemand möchte unbedingt Partner werden und arbeitet verbissen vor sich hin, vergisst aber, dass Networking auch sehr wichtig ist fürdie Beförderung und plant dafür keine Zeit ein.

Entleeren Sie Ihren Kopf

Oft schwirren uns viele Dinge im Kopf herum. Wichtig ist es, unseren Kopf mindestens einmal am Tag zu entleeren und für alle Themen eine entsprechende Schublade zu finden, in die wir sie parken können. Finden Sie eine Form, wie Sie diese Dinge strukturieren. Nehmen Sie dazu ein weißes Blatt Papier, und schreiben dort zunächst alle Themen auf, die Sie zu berücksichtigen oder zu bearbeiten haben. Täglich wiederholende Aufgaben, monatlich anfallende Themen, neue Ideenund so weiter. Definieren Sie für alles eine Schublade und nehmen Sie sich vor, Ihre Gedanken im Kopf mindestens einmal am Tag zu entleeren und in diese Schubladen einzuordnen. Für spontane Ideen ohne Frist eignet sich zum Beispiel. ein Blatt mit der Überschrift „Für irgendwann mal“.Diesen Zettel können Sie regelmäßig – etwa einmal im Monat – hervorholen und sich Ihre Projekte angehen und eventuell neu priorisieren.

Finden Sie die Zeitfresser

Ein großes Problem ist Zeit, die falsch investiert wird. Fragen Sie sich: Wo verliere ich Zeit? Was raubt mir meine Zeit? Verquatschen Sie sich vielleicht oft mit Kollegen in der Kaffeeküche? Oder lassen Sie Störungen zu und können so nur schwer konzentriert arbeiten? Erstellen Sie eine Woche lang ein Timesheet für jeden Arbeitstag: Notieren Sie, was Sie wann erledigen und wie lange Sie dafür brauchen. So finden Sie Ihre Zeitfresser.

In einem nächsten Schritt überlegen Sie sich, wie Sie effizienter werden können. Setzen Sie sich beispielsweise feste Zeiten, in denen Sie ungestört arbeiten und Zeiten, in denen Sie mit Ihren Kollegen plaudern.

Erstellen Sie Zeitpläne

Notieren Sie in einem Wochen- und Monatsplan feste Termine. Das können etwa Besprechungen sein, aber auch Zeitfenster für ein Projekt wie eine Dissertation. Diese Termine sind nicht verhandelbar.

Nun verteilen Sie Ihre variable Zeit. Überlegen Sie sich zunächst, wie viele feste Termine Sie an einem Tag einplanen können. Wer seinen Kalender von 9 bis 17 Uhr streng durchplant, wird in Zeitnot kommen, sobald etwas Unvorhergesehenes passiert. Planen Sie deswegen 20 bis 40 Prozent Ihrer Arbeitszeit pro Tag als Puffer ein.

Passen Sie die Wochen- und Monatspläne an den Jahresablauf in Ihrer Kanzlei oder im Unternehmen an – denken Sie beispielsweise an das Jahresendgeschäft oderan wichtige, wiederkehrende Termine wie Fachmessen.

Arbeiten Sie nicht gegen Ihren Biorhythmus. Die meisten Menschen sind am Vormittag und am späten Nachmittag, manche auch spätabends besonders leistungsfähig. In diesen Zeiten sollten Sie ein bis zwei wichtige Aufgaben erledigen. Weniger wichtige Projekte können Sie in den anderen Zeiten erledigen. Planen Sie – schon allein aus Gründen der Work-Life-Balance – täglich eine feste Mittagspause ein.

Überprüfen Sie Ihre Zeitpläne regelmäßig auf Machbarkeit und Sinnhaftigkeit.

Typische Fallen

Perfektionismus schafft Zeitnot. Denken Sie an das Pareto-Prinzip: Mit 20 Prozent des Aufwands erreichen Sie 80 Prozent der Leistung. Überlegen Sie also genau, ob Sie wirklich immer 100 Prozent bringen müssen. Manchmal zahltsich der Aufwand nicht aus.

Der Sägeblatt-Effekt: Wenn Sie bei der Arbeit unterbrochen werden, dauert es eine Weile, bis die Konzentration wieder ihren Höhepunkt erreicht. Bei vielen Unterbrechungen sieht die Leistungskurve wie ein Sägeblatt aus, Sie brauchen entsprechend länger, um die Aufgabe zu erledigen. Versuchen Sie Zeiten zu finden, in denen Sie ungestört sind.

Falsche Zeiteinschätzung: Wer seine Zeit zu optimistisch verplant, ist oft frustriert, wenn er in Zeitnot gerät. Um in Zukunft realistischerzu planen, finden Sie zunächst heraus, wie viel Zeit Sie für bestimmte Projekte tatsächlich benötigen. Erstellen Sie dazu beispielsweise eine Woche lang ein Timesheet für jede Ihrer Aufgaben. So können Sie gut vergleichen, wie viel Zeit Sie für ein Projekt eingeplant hatten und wie lange es tatsächlich gedauert hat. Planen Sie Puffer ein.

Nicht Delegieren: Überlegen Sie genau, welche Aufgaben Sie wirklich selbst erledigen müssen und was Sie an wissenschaftliche Mitarbeiter, Referendare oder Fachabteilungendelegieren können.

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Das Gehaltsgespräch

Das Jahresende ist ein guter Zeitpunkt, um das Thema Gehaltserhöhung anzusprechen.

Vielleicht fällt es Ihnen schwer, über Ihr Gehalt zu verhandeln – das geht den meisten von uns so. Dennoch sollten Sie sich nicht darauf verlassen, dass Sie automatisch mehr Geld bekommen, nur weil Sie eine gute Leistung abliefern. Die Erfahrung aus Großkanzleien zeigt, dass Associates normalerweise zwar auf der gleichen Gehaltsstufe anfangen, mit den Jahren aber werden die Unterschiede im Gehaltsgefüge immer größer. Denn wer nicht nach einer Gehaltserhöhung fragt, der bekommt auch oftmals keine – egal, ob er gute Arbeit leistet oder nicht.

Warten Sie deshalb nicht drei oder vier Jahre, bis Sie eine Gehaltserhöhung einfordern. Sprechen Sie Ihrem Partner gegenüber einmal pro Jahr das Thema an – oder auch öfter, wenn Sie beispielsweise Sonderprojekte übernommen haben.

Den richtigen Zeitpunkt wählen

Die jährlichen Feedback- oder Review-Gespräche, die oft im Dezember oder Januar stattfinden, sind der geeignete Zeitpunkt, einen Wunsch nach Gehaltserhöhung auszusprechen. Das lohnt sich allerdings nur, wenn Sie ein positives Feedback Ihres Partners bekommen haben. Bei negativen Rückmeldungen sollten Sie besser Ziele vereinbaren, wie Sie sich verbessern, und die Gehaltserhöhung zu einem späteren Zeitpunkt einfordern.

Suchen Sie auch ein ausreichend großes Zeitfenster, denn Gehaltsgespräche sind normalerweise nicht in fünf Minuten erledigt. Ihr Partner sollte Zeit haben und Sie sollten in einem geschützten Raum verhandeln, also nicht zwischen Tür und Angel oder womöglich gar in der Kaffeeküche.

Fehler vermeiden

Berichten Sie zunächst, was Sie in der Vergangenheit geleistet haben, und zählen Sie auf, wo und wie Sie vereinbarte Ziele erreicht haben. Machen Sie aber nicht den Fehler, nur Ihre Leistungen in der Vergangenheit als Argumente für die Gehaltserhöhung einzusetzen – denn die Vergangenheit ist ja schon bezahlt. Geben Sie dem Partner einen Blick in die Zukunft: Sagen Sie ihm, wie Sie Ihre Effizienz und Produktivität steigern und somit gewinnbringend für die Kanzlei sein wollen.

Wählen Sie klare, starke Worte und treten Sie selbstbewusst auf. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Stärken. Sprechen Sie nicht im Konjunktiv, vermeiden Sie Formulierungen wie „könnte man eventuell“. Ihr Gegenüber spürt die Unsicherheit – und wird ihren Wunsch nach mehr Gehalt ablehnen.

Trainieren Sie das Gespräch mit Freunden oder üben Sie es für sich selbst. Vielleicht nehmen Sie sich mit dem Smartphone auf, hören Sich dann selbst zu und fragen sich ehrlich: Würde ich mir selbst eine Gehaltserhöhung geben?

Bringen Sie vorab in Erfahrung, was Sie fordern können. Sprechen Sie dazu mit Kollegen aus anderen Kanzleien, die ähnliche Positionen innehaben. Gehaltstabellen sollten Sie mit Vorsicht genießen: Zum einen ist ihr Wahrheitsgehalt meist nicht sehr hoch, und zum anderen sind Vergleiche nicht leicht zu ziehen.

Klug schachern

Ja nach Kanzlei und Position können Sie ein Gehaltsplus von fünf bis zehn Prozent fordern, höhere Sprünge sind oft nur bei Jobwechseln möglich. Fordern Sie dennoch mehr Gehalt, als Sie eigentlich wollen, damit Sie in der Verhandlung Abstriche machen können.

Falls der Partner die Gehaltserhöhung nicht bewilligen will, verhandeln Sie. Sie könnten beispielsweise anbieten, zwei zusätzliche Vorträge zu übernehmen, zwei Wochenenden durchzuarbeiten oder Sie könnten mehr Zeit an einem anderen Kanzlei-Standortverbringen, wenn dort Personalmangel herrscht.

Auch bei einer Nullrunde sollten Sie nicht aufgeben. Fragen Sie nach, was passieren muss, damit Sie mehr Gehalt bekommen. Vereinbaren Sie ein klar messbares Ziel.

Übrigens sollten Sie allein aus strategischen Gründen regelmäßig mehr Gehalt fordern – auch wenn Sie das Gefühl haben, genug zu verdienen und so viel Geld eigentlich gar nicht ausgeben können. Denn damit signalisieren Sie dem Partner, dass Sie in der Kanzlei etwas erreichen wollen – und positionieren sich auch schon auf dem Weg in die Partnerschaft

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Bei „Ja“ bitte Job kündigen

Sie spielen mit dem Gedanken zu kündigen, sind sich aber nicht sicher, ob es der richtige Schritt ist? Wenn Sie mehrere der folgenden 12 Fragen eindeutig mit „Ja“ beantworten, kann es Zeit sein, sich neu zu orientieren.

Macht Sie der Job krank?

Unzufriedenheit im Job kann psychosomatische Reaktionen hervorrufen. Dauern sie über mehrere Wochen an und lassen sich durch Entspannungstechniken, Urlaub, Coaching oder Therapiegespräche nicht beseitigen, sollten Sie über einen Wechsel nachdenken.

Haben Sie ein persönliches Problem mit Ihrem Chef?

Manchmal geht es einfach nicht. Man hat eine Aversion gegen seinen Vorgesetzten und kann mit ihm oder ihr einfach nicht kommunizieren.

Ich empfiehle in solchen Fällen einen Stufenplan:

1. Für sich selbst klären, ob man vielleicht einfach vergangene Erfahrungen auf den neuen Chef projiziert, oder ob es tatsächlich ein aktuelles Problem ist.

2. Missverständnisse ansprechen und eine Lösung vorschlagen.

3. Sein eigenes Verhalten verändern und hoffe, dass sich der Kontakt zum Chef dann entspannt.

Schädigt ein Kollege Ihre Arbeit oder Ihren Ruf?

Wenn die Kommunikation mit Kollegen einen wesentlichen Teil der Arbeitszeit einnimmt, können auch sie zum ernsten Problem werden. Manipuliert ein Kollege Sie oder andere, oder behindert er absichtlich Ihre Arbeit? Dann kann auch das ein Grund sein, zu gehen.

Wird Ihre berufliche Weiterentwicklung behindert?

Manche haben vielleicht einen älteren Chef, der seine persönliche Entwicklung als abgeschlossen ansieht und darum Veränderungsversuche der Mitarbeiter blockiert. Fortbildungen werden nicht finanziert, fachliche Weiterentwicklung ist quasi unmöglich. Auch in diesem Fall kann es Zeit sein, über einen Wechsel nachzudenken, wenn sich nichts ändern lässt.

Das Gleiche gilt, wenn ein Leistungsträger bewusst kleingehalten wird, weil die Chemie mit dem Chef nicht stimmt. Dann wird nicht zum Besten des Unternehmens oder der Angestellten gehandelt. Keine Situation, die man lange aushalten sollte.

Möchten Sie eigentlich etwas anderes machen?

Sie hatten sich den Job ganz anders vorgestellt? Sie wollten eigentlich Eventmanager werden, sind aber irgendwie im Marketing gelandet? In diesem Fall sollten Sie definitiv kündigen undIhren Traumjob suchen.

Ist Ihr Job völlig sinnentleert?

Hat man zu lange die gleiche Stelle, kann sie mit der Zeit einfach keinen Spaß mehr machen. Auch, wenn sich die persönlichen Werte verändert haben, kann der Traumjob von gestern heute schlicht und einfach keinen Sinn mehr ergeben. Man kann in so einem Fall versuchen, den Job umzudefinieren und die Prioritäten zu ändern, sodass alles wieder passt. Gelingt das nicht, kann man sich natürlich im Privaten ausleben und den Job einfach weitermachen. Oder man kündigt und sucht sich eine erfüllendere Aufgabe.

Hat die Unternehmenskultur sich extrem gewandelt?

Eine neue Geschäftsführung kann die Unternehmenskultur komplett umwälzen. War man vorher zufrieden und erkennt plötzlich die eigene Firma nicht mehr wieder, kann das ein Grund sein, sich eine neue Kultur zu suchen.

Möchten Sie kürzer treten?

Agenturen oder Großkanzleien erwarten oft eine Anwesenheit von 12 Stunden oder mehr. Selbst wenn man seinen Job in 8 Stunden erledigt hat, wird es nicht erlaubt, nach Hause zu gehen. Möchte man seine Familie oder Freunde öfter sehen und nicht ständig im Büro sitzen, ist so ein Job natürlich nicht der richtige.

Werden Sie schlecht bezahlt?

„Der schnöde Mammon“, sagen manche genervt. Aber Geld ist natürlich ein wichtiger Aspekt des Lebens. In jedem Job sollte es eine finanzielle Entwicklung geben.. Bleibt diese aus, bietet vielleicht ein anderer Arbeitgeber mehr.

Haben Sie das Pendeln satt?

Manchen Leuten macht es nichts aus, aber möchte man seine Lebenszeit nicht als Pendler im Auto oder Zug verbringen, sollte man sich einen Job am Wohnort suchen.

Müssen Sie Rollen einnehmen, die Sie nicht spielen möchten?

Manchen Mitarbeitern wird vom Chef oder den Kollegen offen oder auch unbewusst eine bestimmte Rolle zugewiesen, die sie im Büro zu spielen haben: Anderen immer nur zuzuarbeiten, permanent der Konfliktlöser oder Seelenmülleimer zu sein. Vielleicht möchte derjenige das aber gar nicht, oder ist aus der Rolle mit der Zeit herausgewachsen. Darf er sie an dem einen Arbeitsplatz nicht ablegen, findet er vielleicht woanders einen besseren.

Möchten Sie  endlich Ihre Stärken ausleben?

Wenn Sie Ihre Stärken beruflich nicht ausleben können, deprimiert Sie das auf Dauer. Versuchen Sie, den Job umzudefinieren, sodass Sie mehr von dem tun können, was Ihnen liegt. Funktioniert das nicht, suchen Sie sich eine passendere Stelle.

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