Im Job verspätet?

Grundsätzlich gilt: Zuspätkommen ist ein Zeichen für schlechtes Zeitmanagement. Jemanden warten zu lassen, wird als Ausdruck mangelnder Wertschätzung interpretiert. Schließlich haltet ihr offensichtlich eure eigene Zeit für wertvoller als die des anderen. Darum solltet ihr auf jeden Fall Pufferzeiten einplanen, wenn ihr einen wichtigen Termin habt, oder bestenfalls vor Ort übernachten. Das habt ihr euch wahrscheinlich schon gedacht. Aber man kann schließlich nicht für jeden Termin fünf Stunden Pufferzeit einplanen. Und was, wenn ihr euch überpünktlich auf den Weg gemacht habt und etwas völlig Unvorhergesehenes passiert? Ein umgekippter Lkw, der die Autobahn blockiert, oder ein völlig verspätetes Taxi zum Beispiel? Diese Frage hat Business Insider der Managementberaterin Carmen Schön gestellt. „Ehrlich währt am Längsten“ ist ihre Devise. Denn Fehler sind nun mal menschlich und in der Regel verrät eure Körpersprache ohnehin, dass ihr lügt. So macht ihr garantiert keinen besseren Eindruck, als wenn ihr eben Mal zu spät wart, weil ihr den Termin vergessen oder verschlafen habt.

Das Umfeld analysieren

Um die beste Strategie für den Verspätungsfall zu finden, empfiehlt Schön: Achtet doch einmal bewusst darauf, wie eure Kollegen sich in Situationen verhalten, in denen sie zu spät gekommen sind, oder einen vergleichbaren Fehler gemacht haben. Sind sie ehrlich und sehen den Patzer nach dem Motto „shit happens“, oder versuchen sie, ihren Fehler zu vertuschen oder zu beschönigen? Daran könnt ihr erkennen, ob Zuspätkommen in eurem Arbeitsumfeld OK ist.

Ist das nicht der Fall, gibt es einige Notlösungen: Persönliche Unpässlichkeiten sind prinzipiell eine gute Ausrede. Denn wenn man starke Kopf- oder Bauchschmerzen hat, kann man nun mal nicht arbeiten, das ist nur menschlich. Aber Vorsicht: Krankheiten vorzuschieben, kann schnell dazu führen, dass man als angreifbar wahrgenommen wird. Der Herr Mustermann hat schließlich ständig „Rücken“, er ist wohl nicht belastbar. „Darum schleppen sich heute viele Arbeitnehmer mit einer dicken Erkältung ins Büro“, so Schön. Diese Entwicklung sieht die Expertin kritisch, aber sie weiß um die Gefahr, sich den Ruf zu ruinieren. Sie rät deshalb dazu, mit Krankheiten als Entschuldigung sehr vorsichtig umzugehen.

Prioritäten setzen

Besser eignen sich als Entschuldigung natürlich Aufgaben mit höherer Priorität. Wenn ihr beispielweise ein Meeting mit eurem Chef habt, könnt ihr auf eine dringende Kundenanfrage verweisen. Der Chef wird froh sein, dass ihr eure Prioritäten so setzt. Wenn ihr ein abteilungsinternes Meeting ausfallen lassen müsst, geht das am besten, wenn jemand, der in der Hierarchie über den Abteilungsmitgliedern steht, eure Mitarbeit braucht.

Habt ihr ein Vorstellungsgespräch bei einem anderen Unternehmen und verschiebt es mit einer solchen Begründung, denkt ihr vielleicht, dass ihr damit zeigt, wie zuverlässig und engagiert ihr als Mitarbeiter seid. In Wirklichkeit lauft ihr aber Gefahr, dass der neue Arbeitgeber das Gefühl gewinnt, dass ihr noch zu sehr in eurem derzeitigen Unternehmen verwurzelt seid.

Fazit: Verspätungen sind menschlich und Ehrlichkeit ist zu bevorzugen. Ist das aber im konkreten Fall nicht möglich, solltet ihr Krankheiten als Entschuldigung nach Möglichkeit meiden und eine maßgeschneiderte Begründung nennen, die auf den konkreten Fall passt.

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